Wenn Menschen Roboter helfen sollen

Kühnlenz et al. (2018) habe mit Hilfe des NAO, der dem menschlichen Aussehen nachempfunden ist, untersucht, wie sich Menschen gegenüber einem Roboter verhalten. Der Roboter arbeitete dabei als Aushilfe in einem Supermarkt und bat die KundInnen des Geschäfts um Hilfe. Sie sollen ihm die Namen von verschiedenen Produkten nennen, die er zum Üben brauche. Dabei wurden vom Roboter NAO zwei unterschiedliche Verhaltensweisen gezeigt: einmal passte sich der Roboter dem Menschen emotional an, beim anderen Mal verhielt er sich neutral. Emotional angepasst bedeutete in diesem Fall, dass er den ProbandInnen vermittelte, er könne ihre Gefühle verstehen, indem er etwa danach fragte, wie sich der Mensch momentan fühle, um dann mit angepasster Wortwahl zu antworten, etwa dass es ihm derzeit genauso gehe.

Es zeigte sich, dass wenn sich der Roboter den Menschen emotional anpasste, dieser auch eher bereit war, ihm zu helfen. Außerdem sprachen die ProbandInnen dem Roboter dann eher menschliche Eigenschaften zu und empfanden ihm gegenüber sogar Empathie. Obwohl NAO seine Bitte nicht durch menschliche Mimik unterstreichen konnte, kamen die ProbandInnen dem Roboter zur Hilfe, jedoch spielte es eine Rolle, ob sie vorher bereits Kontakt zu Robotern gehabt hatten, denn wer mit Robotern vorher nichts zu tun gehabt hatte, verhielt sich deutlich reservierter, und auch die Bildung der ProbandInnen wirkte sich dabei auf ihr Verhalten dem Roboter gegenüber aus.

Literatur

Kühnlenz, Barbara, Busse, Fabian, Förtsch, Pascal, Wolf, Maximilian & Kühnlenz, Koloa (2018). Effect of Explicit Emotional Adaptation on Prosocial Behavior of Humans towards Robots Depends on Prior Robot Experience. Proc. of the Int. Conf. on Robot and Human Interactive Communication.